1. Ausstellung: „Internationale Klangkunstfestival Berlin 2014 listening::: multisensorial“ vom 17.09. bis 2.10. in Berlin
    Dufthülle aus Rohleinen mit Bienenwachs getränkt
    mit Peddigrohrstäben als Dufttentakel, variabel befüllbar und frei beweglich:
    hier mit Santolina, Zistrose, Lavendel (alle drei aus Mallorca),
    ungewaschene Rohwolle von Schafen, Kokosfaser, Flachs (roh und als Schnur), Rohseide, Immortelle, Rose, Tannenharz, Bambusfasern, Moos, Zedernholz.
    Die Peddigrohrstangen mit den Dufttentakeln können zur Nase bewegt und kombiniert werden. Sie schwingen mit bei jeder Bewegung und haben ihre eigene „Wellenlänge.“
    Spaziergang zum Ausprobieren am  28.9. während des Symposiums.
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    Exhibition: "International Sound Art Festival Berlin 2014 ::: listening multisensorial" from 17.09. to 2.10. in Berlin
    Scenting Coat, made of raw linen impregnated with beeswax
    with rattan as fragrance tentacles, can be filled variably:
    here with Santolina, cistus, lavender (all three from Mallorca),
    unwashed raw wool from sheep, coconut fiber, flax (raw and as a string), raw silk, helichrysum, rose, fir resin, bamboo fibers, moss, cedar wood.
    The scent tentacles can be moved and combined. They swing with every movement and have their own “wavelength.”

     
  2. Ackerkratzdistel-Schal - Cirsium arvense, Familie Asteraceae
    Die kratzige Ackerkratzdistel ist ein gefürchtetes Unkraut - sie hat kaum Vorzüge, wenn man im internet recherchiert. Aber sie hat die zartesten Samenstände, die ich je kennengelernt habe. Sie fliegen, schweben nicht wie Löwenzahn - sie stehen in der Luft, als sei die Luft dickflüssige Materie. Ich fasse ins Nichts, wenn ich sie zwischen Seide einnähe. Ich spüre nur einen unfassbaren warmen Hauch zwischen meinen Fingern.
    Tausende von Samen in einem Schal eingenäht geben das Gefühl, als würde man seine „Aura“ spüren.
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    Creeping Thistle Shawl - Cirsium arvense, family Asteraceae
    The scratchy thistle is a dreaded weed - it has hardly merits, if you search the internet.
    But it has the most delicate seeds I have ever met. They do not fly, float like dandelion, for example - they are standing in the air, as if the air were thick matter.
    I touch „nothingness“ when I sew them between silk.
    I feel only a unfathomable warm breath between my fingers.
    Thousands of seeds sewn into a scarf make you sensing your “aura”.

     
  3. Rohheiten / Rawnesses - Duftmantel / Scenting Coat - process
    Kleine Stücke von Bienenwachs rieseln zufällig durch die Finger meiner linken Hand auf den Stoff - die rechte Hand verwandelt sie mit einem heissen Bügeleisen in duftende Spuren, die den Stoff durchdringen und den ganzen Raum einnehmen.
    Die Sprache für Düfte ist sehr rudimentär, darum  habe ich „Flecken“ für die durchtränkte „Oberfläche“ des „Duftmantels“ gewählt.  Material: Bienenwachs auf verschiedenen Rohleinen-Stoffen
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    Small pieces of beeswax trickle randomly through the fingers of my left hand on the fabric - the right hand with a hot iron transforms them into fragrant traces, that penetrate the fabric and simultaneously the entire space. 
    The language for fragrances is very rudimentary,  so I used “spots” for the saturated “surface” of the „fragrant coat“.
    Material: Beeswax on various raw flax materials

     
  4. Ausstellungseinladung:
    Sonderschau auf dem Textilmarkt Benediktbeuern, Bayern
    mit “Blühenden Kleidern und der textilen Bäckerei”
    am  20. und 21.9.2014 von 10 - 18 Uhr.
    Maierhof, Kloster Benediktbeuern, Zellerweg 2

    "Chloros“- Schürze : Seide mit Bienenwachs, Gräsern, Rohseide, Faden
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    Exhibition Invitation
    Special show on the Textile Market Benediktbeuren, Bavaria, Germany
    with „Blooming Fabric and Textile Bakery“
    on 20 and 21/09/2014 10-18 h
    Maierhof, Benediktbeuern, Zellerweg 2

    “Chloros” Apron, silk with beeswax, grasses, raw silk , thread

     
  5. die duftenden Materialien für die Füllung der Duft-Tentakel: Haare, Moose, Rinde, (Wild)Pflanzen
    the fragrant materials to fill the Scent Tentacles: hair, moss, bark, weeds, plants

     
  6. „Duft-Tentakel“ für eine „Duftmantel“ - inspiriert von den Riechzellen, frei beweglich, beliebig füllbar, hochsensibel für Vibrationen.
    Was für eine Lust, sinnentleerte Werkzeuge herzustellen, wahrscheinlich provoziert und gesteigert durch den unbeschreiblichen Duft von feuchtem Hanfseil aus uralten Tagen.
    Vorbereitung für die Ausstellung „Internationales Klangkunstfestival Berlin 2014 listening::: multisensorial“ vom 17.09. bis 2.10. in Berlin
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    "Scent tentacles" for a "scenting coat" - inspired by the olfactory cells, freely movable, optinally fillable, highly sensitive to vibrations.
    What a pleasure to produce meaningless tools, probably provoked and intensified by the indescribable smell of the wet hemp rope from ancient days.
    Preparation for the exhibition “International Sound Art Festival Berlin 2014 ::: listening multisensorial” from 17.09. to 2.10. in Berlin

     
  7. Das besondere an einem Kleidungsstück, und was es unter Umständen von einer Skulptur unterscheidet ist:
    dass es neben dem „vorne“ und „hinten“ und dem „Rundherum“ - noch ein „Innen“ gibt, das man mit dem eigenen Außen berühren und tragen und in der Welt umher führen kann.
    Und unter Umständen wird man sogar geführt… wenn man sich dem Kleidungsstück überlässt.
    Diese Schürze hat sogar ein innen im innen.
    Rückseite - Detail von „Chloros“  Seide mit Bienenwachs, Gräser, Rohseide, Faden
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    The special feature of a garment, and what possibly sets it apart from a sculpture, is:
    that besides the “front” and the “rear” and the “all around” - there is also an “inside”  that you may touch with your own outside and lead you in the world around.
    and sometimes you will even be conducted …if leaving yourself to the garment.
    This apron has even an inside in the inside.
    Back - detail of “Chloros” silk with beeswax, grasses, raw silk , thread

     
  8. „Erröten“, Wende-Schürze, Schmuck, Wandobjekt  - Gummi, Hagebutten in grün, rosa, rot, Filz, Kordel  (Rückseite: Plastikblumen)
    … irgendwann habe ich das Rot-Werden verlernt …
    Oder vermeide ich einfach nur Situationen, in denen ich rot werden könnte?!
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    "Blush", Reversible Apron, jewelry, wall object  - Rubber, rose hips in green, pink, red, felt, cord  (Back: plastic flowers)
    Sometime … I’ve forgotten how blushing…  Or do I avoid just situations where I could blush ?!

     
  9. Erstarren von „Erröten“, Wende-Schürze, Schmuck, Wandobjekt
    Gummi, Plastikblumen, Filz, Kordel,
    (Rückseite:  Hagebutten in grün, rosé, rot, )
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    Congealment of “Blush”, Reversible Apron, jewelry, wall object
    Rubber, plastic flowers, felt, cord,
    (Back: rose hips in green, pink, red,)

     
  10. Baguenaude ist „vor Ort“ entstanden, da wo die Pflanzen wachsen, mitten im Gras, da wo man Nadeln wie im Heuhaufen suchen muss, wenn man sie verliert (man findet sie nicht), da wo die Ameisen an den Füssen rum krabbeln und Hummeln einem um die Ohren fliegen, mehrere Tage.
    * Baguenaude is created „on site”, where the plants grow, in the middle of the grasses, where you’re looking for a needle in a haystack, if you lose it (lost), where the ants crawl on the feet and bumblebees fly around the ears, several days.

     
  11. „Baguenaude“, Schmuck, Schürze, Wandobjekt
    (frz. baguenaude „leere Hülse des Gelben Blasenstrauchs“, im übertragenen Wortsinn „Lappalie“)
    Seidenorganza, Bienenwachs, gefärbt, Hülsen des Blasenstrauch aus verschiedenen Jahreszeiten, Faden
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    "Baguenaude", apron, jewelry, wall object
    (Fr.. Baguenaude “empty shell of the Yellow bubble bush” in the figurative sense of the word “trifle”)
    Silk organza, colored beeswax, sleeves of Colutea arborescens from different seasons, thread

     

  12. Sonntag Mittag in Berlin, Klangschalen-app,  Regentropfen auf Dach * Sunday, Berlin, singing bowl app, raindrops on roof (short version)

     

  13. "Weibliche Werke: Säumen, Knoten, Flechten, Weben

    Säumen – Das Säumen der Kinder, das Trödeln: sie ziehen die Fransen aus den Erlebnissen, strähnen sie. Darum trödeln die Kinder, ‘Saumseligkeit’ – so könnte man wohl den besten Teil dieses Glücksgefühls nennen."
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    Walter Benjamin: Aufzeichungen zum Meskalinversuch, 22. Mai 1934, in: Tillman Rexroth (Hg.): Walter Benjamin  Über Haschisch. Frankfurt am Main 1972, S. 139. (via walter-benjamin-bluemchen

    > text

    “Women’s work:
    hemming knotting braiding weaving;
    … “Children lingering, loitering, plucking the fringes of experience, strand by strand, ‘the delights of dawdling’.

    > text

     
  14. Ridicule, ein „kleines Netzwerk“ gefüllt mit Glockenblumen und Gräsern- ein raschelndes und duftendes Stück Kleiderschmuck und/oder Objet für den Raum. Materialien: Seidenorganza mit Bienenwachs getränkt auf Tüll mit eingebrannten Glockenblumen und Gräsern und mit Schafswolle umrandet. > Tragevariationen
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    Ridicule, a “small network” filled with bluebells and grasses - a rustling and fragrant piece of costume jewelery and / or an objet for the room.
    Materials: silk organza impregnated with beeswax on tulle with burnt in bell flowers and grasses and framed by sheep wool. > variations to wear

     
  15. Ridicule, ein „kleines Netzwerk“ (Anziehhilfe)
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    Ridicule, a “small network” (dressing help)