1. Performance after workshop mit Ute Wassermann (also here) und Tomomi Adachi. (also here)

     
  2. Photo: Stimmlippen / vocal folds

    Tactile Vocal Workshop by Ute Wassermann and Tomomi Adachi
    Seit zwei Wochen kommentiere ich meine Morgenduschen mit Stimme und Geräusch: das Wasser wird intoniert. Die Seife wird angesungen. Das Reiben, das Rauschen, das Vermengen, das Fließen:
    alles bekommt einen Klang, der aus meiner Stimme und meinen Körper kommt: das Handtuch, die nassen Haare.
    Die Grenzen zwischen mir und der Umgebung verwischen/verwaschen sich.
    Ich werde umspült und umspüle mich, mit etwas, was aus mir kommt und zugleich aussen ist: mit meiner Stimme.
    Wenn ich das Wasser ansinge (oder anrausche) gibt es eine Schwingung, die sich um mich legt und in mich legt. Mein Körper erscheint mir wie ein riesiger Raum. Ich stehe plötzlich mittendrin. Er hat ein Echo: er hallt und es hallt wieder.

    Ich habe einen Workshop gemacht bei Ute Wassermann (also here) und Tomomi Adachi. (also here)

    In diesen drei Tagen haben ich zum ersten Mal bewußt erlebt, dass ein Weg zu diesen inneren Räumen über die Stimme geht - und vielleicht ist das der einfachste und unmittelbarste Weg:  mit Krächzen, Zischen, Prusten, Gurgeln, Jaulen, Gähnen, Lallen, Tönen …
    All diese ungeformten Laute, die wortlos in unserer Kehle (und mir noch unbekannten vielen Klangräumen) lauern und soviel Wunder bergen - jenseits von allen Worten und Sprachen. 
    Eigentlich ist die Stimme ein ganzes Orchester, ein wunderbares Erlebnis in diesem Workshop! - und vielleicht das unmittelbarste, das einen mit dem tiefsten Inneren verbindet: mit den Knochen und zugleich mit dem Außen - dem umgebenden Raum, den Menschen und vielleicht sogar mit dem Kosmos.
    Und ich spüre und folge dem Atem, der wie Wind durch diese riesigen Hallen meiner Körper weht, um die Fenster aufzustossen. Damit das Licht fliessen kann.
    Dieser Raum -  so groß wie der Ozean im Verhältnis zu unserem Äußeren!
    Ich habe heute gehört, dass wir so wenig von Ozeanen wissen, wie wenn wir in einer riesigen dunklen Halle stehen und ein Streichholz anzünden.

    Die Kombination aus europäischer und japanischer Tradition war wahrscheinlich das großartigste in diesen drei Tagen:
    Tomomi voller erdiger Präsenz, wie ein Faun, der in der Mitte des Augenblicks plötzlich aus der Erde wächst und wieder hinein versinkt.  Als wäre er Schlamm, der alles umfließt, einhüllt, verschlingt, aufsaugt und mit sich reisst. Sein ganzer Körper und all die einzelnen Glieder folgen jedem einzelnen Ton: man kann an seinem Körper die Komplexität der Töne erleben: er bewegt sich und das außen immer gleichzeitig - eine natürliche erregende magnetische Einheit.

    Ute schwebt und fliegt und kreist in unbekannten Höhen und Tiefen:
    sie sendet Impulse aus luftigen Welten, die alle Tore im Körper öffnen, damit die Töne sich befreien können. Keine Grenzen mehr kennen. Einfach erscheinen - da sind - und in die Weite des Raum fliegen und ein Netz spinnen.
    In dem Brennpunkt von den beiden zu stehen, ist wie ein elektrischer Strom, der ein Zündholz leuchten läßt, mit dem ich in die Tiefen meiner verborgenen Räume schauen kann.

    Ute und Tomomi planen für nächstes Jahr einen Chor in Berlin!

    performance/Ausschnitt : here

     
  3. Wilde Möhre, Daucus carota mit Marienkäfer und Brackwespe - Unschärfe * Wild carrot with ladybug and brackish wasp - blurred

     
  4. Wilde Möhre, Daucus carota mit Marienkäfer und Brackwespe. Seit drei Tagen beobachte ich die Unbeweglichkeit eines Marienkäfers, der auf einem Kokon in der prächtigen Höhle einer Wilden Möhre sitzt. Heute habe ich gelesen: er ist tot und wird von der Brackwespe (Dinocampus coccinellae) als Nahrung und leuchtendes Schutzschild benutzt. *  Wild carrot with ladybug and brackish wasp. For three days I watch the immobility of a ladybug sitting on a cocoon in the magnificent cave of a wild carrot. Today I read: he is dead and is been used of the braconid wasp parasit as food and shining shield.

     
  5. artspotting:

    Krishna als Musikantin verkleidet, Rajasthan, Bundi-Stil, 2. Hälfte 18. Jh.,* Krishna Disguised as a Female Musician, 2nd half 18th centurry © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst

     
  6. Berlin, U-Bahn Heidelberger Platz

     
  7. Eibenkerne auf Stoff / Yew cores on fabric (Taxus)  
    Wilde Möhre / Daucus carota

     
  8. Pause * Break bei der Berlin Biennale 2014 in den Kunstwerken: zurückhaltende Sinnlichkeit - sehr aufgeräumt und ein kühler Wind für den Kopf.* strained sensuality - very tidy with a cool wind for the head
    Photos: Bianca Baldi  *  Shilpa Gupta /   * Tacita Dean  * Irene Kopelman

     
  9. Kalis Kette” (diese Kette kann vielleicht 10 Menschen töten)
    Der Duft, der beim Durchstechen der Kerne entsteht ist wie eine Essenz von Grün. *
    Kalis Chain” (this chain can possibly kill 10 people)
    The scent produced when piercing the cores is like the essence of green.

     
  10. Schnittmengen: junge Eibenkerne kurz vor der Fruchtbildung * Intersections: young yew seeds just before fruiting 2014

     
  11. Grün-Zeit für Früchte - Green-Time for Fruits

     
  12. zaubermantel:

    Kopfbedeckungen aus Plastiktüten und -flaschen für ein Projekt im öffentlichen Raum “Die Ratten kommen” * headgear and wigs from plastic trash bags for a project in public space "the Rats"

     
  13. zaubermantel:

    Proben für “die Ratten”   *   rehearsal of “The Rats”  2014,  Berlin

     
  14. artspotting:

    der Mengenlehre-Kasten - ein Mysterium aus meiner Kindheit -  * the set theory-box .. a mystery of my childhood

     
  15. zaubermantel:

    Kopfbedeckungen aus Plastik-Müllsäcken für “die Ratten"  * hat from plastic bags for "the Rats"